
Das erste Gewerkschaftshaus am Engelufer - errichtet 1899

Das Gewerkschafthaus - Ansichtskarte - Foto Rob. Prager
Cöpenickerstraße 74
Hier im Bild mit dem 1904 erfolgten Anbau (rechts mit den Fledermausgauben)
Das Engelufer verläuft entlang des Luisenstädtischen Kanals, der auf dem Bild durchs Geländer zu erkennen ist.
Ab 1937 hieß er Engeldamm.

Berliner Gewerkschaftshaus
Leider fehlt der Stempel auf der Ansichtskarte, aber die Anschrift lautet immernoch Engelufer - wenn auch schon wieder mit anderen Nummern
Ensemble aus Gewerkschaftshaus und Herberge Mai 2011
ehemalige Gewerkschaftsherberge
Aus Stiftungsgeldern wurde 1897-1900 das erste Gewerkschaftshaus Deutschlands am Engelufer errichtet, das auch als Arbeiterbildungszentrum diente.
Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gaben hier Unterricht.
1926 wurde der
Kanal zugeschüttet und als Park umgebaut
Die Nazis haben das
Gebäude 1933 gestürmt und besetzt, die Gewerkschaften verboten..
Zu DDR - Zeiten diente das Gebäude als Krankenhaus - später als Tropeninstitut.
Der Engeldamm erhielt den Namen des Gewerkschafters und weiteren Mitbegründers der Kommunistischen Partei Deutschlands Fritz Heckert (Fritz Heckert-Damm).
Nach der Wende wurde das Gebäude aufwendig saniert und dient heute als Wohn - und Bürogebäude.
Fernab jeder gewerkschaftlichen Historie befinden sich hier exklusive Eigentumswohnungen und für die Büros wird 2011 eine Kaltmiete von 15 Euro/m² aufgerufen. Zur gleichen Zeit werden die langjährigen Mieter in der in der Nähe befindlichen Adalbertstraße 28 von Kündigungen bedroht...
Bei der Errichtung des hässlichen rechten Nachbargebäudes 2012 wurden in dem ehemaligen Gewerkschaftshaus gleich mehrere Wohnung wieder frei und zum Verkauf angeboten.
Auch klar, das der Name Fritz Heckert entsprechend der Entwicklung aus dem Strassenbild gelöscht wurde, obwohl mit der Errichtung der Verdi-Zentrale die gewerkschaftliche Tradition am Engeldamm fortgesetzt wird.
Links zum Haus:
http://www.berlinstreet.de/643
Luise Berlin